Basst schon!

Was denken die verschiedenen Bandmitglieder während eines Gigs? Der Schlagzeuger denkt: "Jetzt noch ein Drumsolo, alle finden Mich krass!" Der E-Gitarrist denkt: "Alle Frauen stehen auf Mich, ich reisse die besten Solos!" Der Sänger denkt: "Alle sind wegen Mir da, Mein Name steht auf jedem Plakat". Jetzt die Frage: Was denkt der Bassist? ... "D, D, E, E, C, C, G, G".
Auch wenn das Klischee besagt, dass Bassisten sehr einfach gestrickte Menschen sind; die Bassisten sind um EINIGES wichtiger als man zunächst vielleicht denkt. (Und meistens sind sie nicht so einfach gestrickt.) Wenn man die Musik als Haus betrachtet sind die hohen Töne oben und die tiefen unten. Der Bass bildet also das Fundament, damit das Piano und die Gitarre darauf aufbauen können. Die Stimme ist im Zentrum des Hauses und die Hooks (Synthesizer oder hohe E-Gitarren Lines) bilden das Dach. Ohne Fundament ist das Haus von aussen her zwar komplett, aber das Fundament fehlt! Je nach Kontext kann das schwierig werden. Den Bass hört man zwar nicht wirklich gut, aber man spürt ihn! Spätestens, wenn du einmal an einem grösseren Konzert warst, hast du das gespürt. Der Bass ist das Instrument (neben dem Schlagzeug), dass die Lieder "vorwärtstreiben". Böse Zungen behaupten, dass sie mit dem Piano (mit einem Bass Pad), den Bass ersetzen können. In ruhigen Stücken, in denen es nur einen Anschlag pro Note/Chord braucht, ist das ja möglich. Sobald jedoch ein schnelleres Lied gespielt wird, fehlen einfach die 8tel/ 16tel, mit denen der Bassist das Lied vorantreibt. Meine Empfehlung an jede Worshipband (das mehr als ein Akustikset bildet) ist: Ehrt euren Bassisten und zeigt ihm seine Wichtigkeit. Und wenn ihr keinen Bassisten habt: Sucht euch eine Person mit Rhythmusgefühl und lehrt dieser Person Bass zu spielen. Vor allem in der Worship Musik ist es relativ einfach Bass zu spielen und ein bisschen zu "grooven". Man muss ja nicht mit dem Basssolo von "Salvation is here" (Hillsong United) beginnen.
Ich selbst habe 2 Jahre in einer Worshipband Bass gespielt. In dieser Kirche kannte man mich als "Heugümper" (auf Hochdeutsch: Heuschrecke, aber das ergibt keinen Sinn, weil es mehr um das Springen geht in diesem Wortspiel). Auf jeden Fall musste ich mich nicht auf so viele Dinge konzentrieren. So konnte ich mich einfach freuen, spielen, hüpfen und damit Stimmung machen. Das ist für einen Pianisten um einiges schwieriger! Zur Rolle des Pianisten aber im nächsten Blog von einem guten Freunde und hervorragenden Pianisten.

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