Face-Down Worship

So wenig wie es ein wirklich deutsches Wort für diese Anbetungsart gibt, so wenig sehe ich leider auch die Umsetzung dieser biblischen Anbetung in unseren deutschsprachigen Gemeinden. Gerade in unserer postmodernen Welt, bei der es sich hauptsächlich um gute Gefühle im Worship dreht (die auch ganz wichtig sind), wird oft vergessen, dass wir nicht nur einen guten Freund und liebenden Vater anbeten. Wir beten DEN König an. Den Erschaffer dieser Welt, der uns ins kleinste Detail kennt. Den beten wir an, der das ganze Universum erschaffen hat. Wir beten einen allmächtigen Gott an!!!

Nochmals: DEN ALLMÄCHTIGEN GOTT beten wir an!

Wenn ich so darüber nachdenke, kommt in mir eine tiefe Ehrfurcht vor diesem Gott auf. Nicht eine Angst, sondern eine Dankbarkeit, dass dieser Gott der Dich und mich erschaffen hat, eine persönliche Beziehung mit Dir und mit mir möchte. Wow! Unvorstellbar gut.

Diese Vorstellung und vor allem die Begegnung mit Gott im Worship, bringt mich auf meine Knie. Und nicht nur das. Es führt mich dazu, mich zu beugen. So tief, dass mein Gesicht den Boden berührt. Genau das ist mit Face-Down Worship gemeint.

Schon unserm Glaubensheld Abraham im Alten Testament erging es so. Als Gott zu ihm sprach, um mit ihm einen Bund aufzurichten, fiel er auf sein Angesicht (Genesis 17,3). Ebenso erging es Mose und Aaron im Zelt der Begegnung (Numeri 20,6). Auch König David fiel auf sein Angesicht, als Gott zu ihm sprach. Dieses Mal jedoch, weil er eine Sünde getan hatte (1. Chronik 21,16). Ezechiel fiel ebenfalls auf sein Angesicht (Ezechiel 1,28) und so auch Daniel (Daniel 10,15).

Auch im neuen Testament finden wir Menschen, die vor Gott auf ihr Angesicht fielen. Zum Beispiel Petrus, Jakobus und Johannes. Selbst Jesus fiel vor Gott nieder (Matthäus 17,6). In der Offenbarung werden Engel und Wesen unbestimmter Art beschrieben, die vor Gott niedergefallen sein werden (Offenbarung 7,11). Das ist so überwältigend, dass ich dass nicht einfach ignorieren kann. Ich kann nicht anders als niederzuknien und Gott anzubeten. Ob freiwillig, wie alle diese beschriebenen Leute, oder unfreiwillig, wie zum Beispiel der Götz Dagon der Philister (1. Samuel 5,1-5). Am Ende wird sich jedes Knie vor Gott beugen, weil Er der König ist (Jesaja 43,23; Philipper 2,10; Römer 14,11).

Ich möchte Dich und mich herausfordern, mehr von diesen Face-Down Liedern in unseren Worshipzeiten zu singen und vor unserem Gott niederzufallen. Wir beten einen König an, der mehr als nur würdig ist, auf unseren Knien angebetet zu werden.

(Inspiriert von Matt Redmans Buch "Facedown")

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