Notenständerallergie

Es ist schon effektiv so, dass ich Notenständer überhaupt nicht mag, oder eben überspitzt gesagt, eine Allergie dagegen habe. Das hat aber auch seine Gründe. Zu Beginn möchte ich geschrieben haben, dass ich nichts gegen Notenblätter habe. Im Gegenteil, sie helfen mir extrem fest, um zu üben. Aber genau da liegt mein Anliegen und auch der Punkt dieses Blogs. Der Zweck eines Notenständers ist, dass man damit üben kann. Eigentlich sollte man diese in Notenübungsständer umbenennen. Bei einem Auftritt (sollte es an einem Konzert oder auch im Worship sein), haben diese Dinger jedoch nichts verloren. Jetzt wieso bin ich so bestimmt in meinen Aussagen? 1. Notenständer sehen ästhetisch nicht gerade schön aus (besonders nicht auf Fotos, auf denen sich die Band dahinter versteckt!). 2. Noten, und somit auch einen Notenständer braucht man nur, wenn man das Lied nicht auswendig spielen, bzw. singen kann. Und genau hier liegt das Problem: Wenn man das Lied nicht auswendig kann, schaut man immer wieder auf die Noten und kann sich nicht auf die Hauptsache (Gott) konzentrieren. Die Konzentration liegt dann darauf, das Lied (überhaupt) spielen zu können! Wenn man das Lied jedoch auswendig kann, ist man nicht an Noten und somit auch nicht an einen Notenständer gebunden. So kann man sich besser auf Gott fokussieren, sich freier bewegen und auch besser in den Worship kommen. Wenn man selbst voll im Worship ist, kommen die anderen (Publikum) automatisch besser in den Worship. Wenn du dir in deinen Noten sicher bist, strahlst du Sicherheit aus, was das Publikum wiederum sicherer macht. So wird die Qualität des Worships gesteigert und dies wiederum ehrt Gott (und das möchten wir ja unter anderem mit unserem Worship erreichen). Wenn du mir das nicht glaubst, dann probiere es am besten gleich selbst aus und scheibe deine Erfahrungen damit in die Kommentare. Meine Erfahrung ist, dass ich dann am besten den Worship leite (Gitarre spielen und singen), wenn ich die Lieder ganz auswendig kenne. Ja, das ist Fleissarbeit, aber auch ein Streben nach Exzellenz (nicht Perfektion) für Jesus, denn ich möchte mein Bestes für Ihn geben. Als Vergleich: Momentan spiele ich Schlagzug in der Hillsong Zürich. Damit ich die 25-30 Lieder (Repertoire) in und auswendig kenne und auch mit den entsprechenden «Nüassen» spielen kann, übe ich 10-12 Stunden pro Woche. Weil ich so viel investiere, werde ich immer besser und freier im Spielen, werde immer exakter, bin mehr auf dem Klick und komme selbst viel besser in den Worship hinein. PS: Es tut mir leid für die schlechte Qualität des Titelbildes, ich habe einfach kein aktuelleres gefunden, da ich schon mehrere Jahre ohne Notenständer spiele. Was die verschiedenen Instrumente im Worship für eine Aufgabe haben, erfahrt ihr in den nächsten acht Blogs über die Instrumente. Was denkst du, welches Instrument kommt als Erstes?

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Kommentare: 1
  • #1

    Rebi (Dienstag, 30 Januar 2018 06:57)

    Hahaaa amen zu däm!
    Me füehlt sich zwar chli verlore zerstmal ohni noteständer, aber weme d lieder uswendig cha chunts würkli vil besser a u me isch viel schnäller im worship acho :)
    Hani grad am sunntig gmerkt im gottesdienst...